Die öffentliche Spende
Das Präparat steht weltweit Patienten zur Verfügung
Bereits aufbewahrte Stammzellpräparate aus Nabelschnurblut werden von Medizinern immer häufiger als Alternative zur Stammzell-Spende aus Knochenmark eingesetzt. Weltweit haben schon ca. 25.000 Patienten von gespendetem Nabelschnurblut profitiert (1), obwohl in den letzten Jahren insgesamt erst ca. 488.000 Präparate eingelagert wurden (2). Auch Ihre Spende könnte schon sehr bald ein anderes Leben retten!
Jedes Jahr sind allein in Europa etwa 25.000 Menschen auf eine Stammzelltransplantation angewiesen (3). Bei der Suche nach einem geeigneten Spender leisten die vorhandenen Knochenmarkspender-Dateien einen wichtigen Beitrag. Häufig dauert die Suche aber sehr lange und in 20% der Fälle bleibt sie erfolglos – es wird kein passender Spender gefunden. In diesen Fällen bieten bereits aufbewahrte Stammzellepräparate aus Nabelschnurblut eine echte Alternative. Dieser Trend wird sich noch verstärken, wenn mehr Präparate verfügbar sind. Wegen der besonderen Eigenschaften greifen Mediziner vor allem bei Kindern bereits heute bevorzugt auf gespendetes Nabelschnurblut als Stammzellquelle zurück (4).

Steigende Verwendung von Stammzellen aus gespendetem Nabelschnurblut am Beispiel des National Marrow Donor Program (NMDP)
Vor allem zwei Vorteile sind dafür verantwortlich: Die Zellen sind sehr viel jünger als Stammzellen aus dem Knochenmark – und dadurch teilungsfähiger. Und sie liegen bereits komplett aufbereitet vor, können also direkt eingesetzt werden.
Derzeit werden gespendete Stammzellen aus der Nabelschnur schon bei über 70 verschiedenen Erkrankungen eingesetzt. Ihre hauptsächliche Verwendung finden Sie bei der Behandlung von Leukämie.
Mit einer Spende des Nabelschnurblutes Ihres Kindes leisten Sie also einen wichtigen Beitrag, Patienten auf der ganzen Welt zu helfen.
Hat die Spende einen Nachteil für mich oder mein Kind?
Im Prinzip nein. Das Nabelschnurblut zu spenden bedeutet allerdings, dass Sie alle Rechte an den Stammzellen Ihres Kindes unwiderruflich abgeben und auch nicht über den Erfolg der Einlagerung informiert werden. Sollte Ihr Kind später einmal ein Stammzellpräparat benötigen, muss wie bei jedem, der keine autologen Stammzellen aufbewahrt hat, nach einem passenden Präparat gesucht werden.
Wenn es Ihnen aber wichtig ist, Ihrem Kind mit seinen eigenen Stammzellen eine biologische Gesundheitsvorsorge zu sichern, müssen Sie die Möglichkeit der privaten Aufbewahrung wählen.
(1) Deutsches Ärzteblatt, 106, Heft 3, S. 75f., Jan. 2009
(2) www.netcord.org/inventory.html
(3) Bone Marrow Transplant.;43(4):275-91, Feb. 2009
(4) Biology of Blood and Marrow Transplantation, Vol. 14, 9, p. 2-7, Sept. 2008

