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Was passiert mit dem Nabelschnurblut?

  • Das gespendete Nabelschnurblut wird vom Kurier direkt in die Stammzellbank des Universitätsklinikums Erlangen transportiert. Die Stammzellbank ist eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Bluttestung und Blutverarbeitung in Deutschland und das größte Zentrum für Nabelschnurblut in Bayern. Vergleichbare Einrichtungen mit einer Zulassung dieser Art gibt es in der Bundesrepublik nur in Mannheim und Düsseldorf. Sie erhielt als eine der ersten drei Einrichtungen Deutschlands die Zulassung für die Abgabe von Stammzellen aus Nabelschnurblut durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Die Abteilung betreut die Aufbewahrung der Stammzellen unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen sowie unter Anwendung der neuesten Technologien.  
Das Team der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen
  • Nach Ankunft des Nabelschnurblutes in Erlangen sorgen die dortigen Experten dafür, dass die Stammzellen separiert, ersten Testung unterzogen und anschließend in den Kälteschlaf gelegt werden. Es folgen zahlreiche Laboruntersuchungen anhand kleiner Proben aus dem Stammzellpräparat und des mütterlichen Blutes, um Infektionskrankheiten auszuschließen und die Typisierungsmerkmale (HLA) festzustellen.
  • Die Menge der für den Wiederaufbau des blutbildenden Systems benötigten Stammzellen hängt vom Gewicht des Kranken ab. Um auch Erwachsene behandeln zu könnnen, werden nur Spenden mit mindestens 500 Millionen Stammzellen in die öffentliche Nabelschnurblutbank aufgenommen. Präparate mit geringerer Zellzahl werden (gemäß Ihrer Zustimmung) zur Qualitätskontrolle oder für wissenschaftliche Untersuchungen verwendet.
  • Nach erfolgreichem Abschluss aller Eignungstests werden die Eckdaten, also Zellzahl und HLA-Merkmale, anonymisiert an das Zentrale Knochenmark-Spende Register Deutschland (ZKRD) weitergeleitet. Damit können die der Öffentlichkeit gespendeten Nabelschnurblut-Stammzellen Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt werden.